Implantate

Beschreibung:
 

Das Implantat stellt eine künstliche Zahnwurzel dar. Dieses Implantat kann ein- oder zweiteilig sein. Des Weiteren werden die Implantate vom Durchmesser unterschieden. So spricht man bei einem Durchmesser von unter 3,3 mm von Mini-Implantaten, während die normalen Implantate 3,3 bis 5,0 mm Durchmesser haben und die Maxi-Implantate einen Durchmesser von 5,5 bis 8,0 mm.

In der Form gibt es zylindrische-, konische Implantate sowie selbstschneidende und nichtselbstschneidende.

Die heute gängigen Implantate bestehen vorwiegend aus Titan. Die Oberfläche sieht sehr rau aus, denn hier soll sich der Knochen anlagern und somit dieses Implantat einwächst.

   
Wann:  

Ein Implantat kommt überall dort in Betracht, wo ein Zahn fehlt, um einen für den Patienten optimalen Zahnersatz (z. B. Krone, Brücke, etc.) unter Schonung der Nachbarzähne zu befestigen.

Voraussetzung ist immer, dass für ein Implantat ein ausreichendes Knochenangebot vorhanden ist.

Sollte dies nicht der Fall sein, so muss ein Knochenaufbau oder im Oberkiefer Seitenzahnbereich ein so genannter Sinus-Lift erfolgen. Es gibt weitere spezielle Techniken zur Verbreiterung des Alveolarkammes das Bone-Spreading (Knochenspreizung) und das Bone-Splitting (Knochenteilung), wodurch anschließend die Einbringung von Implantaten möglich wird.

   
Wie:
 

Unter Lokalanästhesie wird die Kieferschleimhaut zur Seite geklappt. Nach dem Bohren der Kavität für das einzubringende Implantat in immer größer werdendem Durchmesser, wird sodann das Implantat eingedreht. Nach Abschluß des Einbringens soll dieses eine sogenannte Primärstabilität haben. Bei einteiligen Implantaten schaut nach dem Vernähen der Schleimhaut das Implantat-Oberteil heraus. Bei den zweiteiligen Implantaten wird die Verschlußkappe eingebracht und die Schleimhaut darüber vernäht. Somit ist dieses Implantat nicht zu sehen.

Die Einheilzeit beträgt im Unterkiefer mindestens 3 Monate und im Oberkiefer mindestens 6 Monate. Es gibt auch Implantatsysteme, bei denen die Einheilzeit nahezu halbiert wird.

Untersuchungen haben ergeben, dass das Implantat nach etwa 70 Tagen zu ca. 75% eingeheilt ist. Natürlich ist dies vom Gesundheitszustand und der Knochendurchblutung bei der Person abhängig.

Nach der Einheilung erfolgt bei den zweiteiligen Implantaten die sogenannte Freilegung, hierbei wird sich der Zugang zum Implantat verschafft und anschließend die Verschlußschraube durch den Gingivaformer ausgetauscht. Hierdurch soll die Schleimhaut für die Aufnahme des Aufbaus mit der Krone vorbereitet werden. Nach frühestens zwei Wochen erfolgt die Abdrucknahme für den beabsichtigten Zahnersatz.

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